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Einleitung

Der Velencer See ist der drittgrößte natürliche See Ungarns. Der See liegt auf 103 m ü. NN, ungefähr auf halber Strecke zwischen dem Plattensee (Balaton) und der 40 Kilometer entfernten Hauptstadt Budapest im Komitat Fejér. Der See ist 10,8 Kilometer lang, zwischen 1,5 und 3,5 Kilometer breit, und erstreckt sich auf einer Fläche von 24,9 Quadratkilometern. Seine Umgebung ähnelt mit dem Velence-Gebirge und seinem 352 Meter hohen Meleg-Hegy (zu deutsch warmer Berg) im Norden, und flacheren Ufern im Süden, dem Balaton, denn der Velencer See liegt in der Fortsetzung dessen tektonischen Grabens.

Geschichte

Der Name Velence taucht erst im 15. Jahrhundert auf. Laut dem Italiener Antonio Bonfini, einem Geschichtsschreiber von König Mathias, geht sein Name auf hier angesiedelte Bewohner des Veneto zurück (die ungarische Bezeichnung für Venedig  lautet Velence). Davor nannte man ihn Fertő, was so viel wie Sumpf oder Pfuhl heißt. Am 29. September 1848 wurde nördlich des Sees, bei Pákozd, die erste und siegreiche Schlacht des ungarischen Freiheitskampfes gegen die Habsburger ausgetragen. Eine Gedenktafel in der Kirche von Sukoró erinnert heute daran. Am Vorabend dieser Schlacht hielt hier der erste ungarische Ministerpräsident Graf Lajos Batthyány eine bedeutende Rede. Auf einer Erhebung am Nordufer erinnert ein schlichter Obelisk an den Schauplatz der Schlacht. Als Erholungsgebiet wurde der See in den 1930er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erschlossen. In den letzten Jahren wurden zwei Thermalbäder eröffnet. Ein bereits seit 1984 an einer natürlichen Thermalwasserquelle bestehendes Bad zwischen Gárdony und Agárd wurde 2007 erweitert und modernisiert. In Velence wurde Ende November 2008 ein völlig neues Bad mit angeschlossenem Hotel direkt am südöstlichen Seeufer errichtet. Es existieren zwei Inseln, die in den 1960er Jahren bei Ausbaggerungsarbeiten aufgeschüttet wurden. Auch wurde damals die Uferlinie an den Badeorten weitläufig betoniert.

Lage und Klima

Der See liegt auf 103 m ü. NN, ungefähr auf halber Strecke zwischen dem Plattensee (Balaton) und der 40 Kilometer entfernten Hauptstadt Budapest im Komitat Fejér. Der See ist 10,8 Kilometer lang, zwischen 1,5 und 3,5 Kilometer breit, und erstreckt sich auf einer Fläche von 24,9 Quadratkilometern. Seine Umgebung ähnelt mit dem Velence-Gebirge und seinem 352 Meter hohen Meleg-Hegy (zu deutsch warmer Berg) im Norden, und flacheren Ufern im Süden, dem Balaton, denn der Velencer See liegt in der Fortsetzung dessen tektonischen Grabens.

Touristische Attraktionen

Mit einer Durchschnittstiefe von nur 1,60 Meter ist der Velencer See seicht. Die tiefste Stelle liegt bei etwas mehr als drei Metern. Abgesehen von kleineren Zuflüssen ist er als Steppensee insbesondere auf Regen als Wasserzufuhr angewiesen. Dieser bleibt aber wegen des nördlichen Gebirgszuges meist aus, da die hier aufsteigenden warmen Luftmassen die feuchten Luftschichten fernhalten.

Umgebung

Im Norden des Sees liegt das Dorf Pákozd mit einer der wichtigsten Bronzezeitsiedlungen  Ungarns. Ein Museum liegt in der Nähe des Obelisken auf einer Anhöhe am Nordufer. Das Presshaus des Dichters Mihály Vörösmarty befindet sich am Bence-Berg am Nordufer, sein Gedenkmuseum steht in Kápolnásnyék. Das Geburtshaus und heutige Museum des Schriftstellers Géza Gárdonyi steht in Agárd. Der Autor des Romanes Sterne von Eger, aus der die meisten ungarischen Kinder die Türkenzeit kennen, wurde als Ziegler geboren, war also Ungarndeutscher.

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